Pressebericht 
Bodenwerder CoWorkLand - Was ist das denn?
Berichte aus dem Landkreis Holzminden
  
03.08.2021
D 37619 Bodenwerder
Info-Veranstaltung

So mancher fragt sich, was das denn auf dem Parkplatz im Hagen ist. Am besten gleich einmal hingehen und anschauen, denn es ist wirklich interessant. Da steht der mobile CoWorkSpace von CoWorkLand. Und was ist das schon wieder? Das ist ein Ort für gemeinsames Arbeiten oder auch ein gemeinsamer Ort zum Arbeiten. Zugegeben, auf Deutsch klingt das etwas sperrig.
Das Projekt, welches von den LandFrauen finanziert und Stadt Bodenwerder unterstützt wird, hat momentan eine Doppelfunktion. Zum einen ist es ein mobiles Büro, das kurzfristig von Jedermann kostenlos genutzt werden kann und zum anderen ein Informationszentrum für eine moderne Arbeitswelt. Gerade in Coronazeiten, in denen viele Homeworking machen (müssen), ist dies eine angenehme Form, dem häuslichen Stress zu entfliehen, indem man einfach in den CoWorkSpace (nach Anmeldung) geht, um dort ungestört zu arbeiten. Derzeit stehen hierfür 2 Arbeitsplätze im Inneren und 2 Arbeitsplätze außen auf der Terrasse zur Verfügung. Einfach Laptop einpacken und hier loslegen (Strom, Arbeitsplatz und Kaffee sind vorhanden).
CoWorking wird in den Großstädten schon vielfach praktiziert. Ein Büro, das von mehreren genutzt wird, wie z.B. das altbekannte Car-Sharing. Das spart Kosten sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber. Fahrkosten minimieren sich für die Arbeitnehmer und teure Bürogebäude für die Arbeitgeber – also Typisch Win/Win. Aber noch einer gewinnt, nämlich die Natur – weniger Abgase, weniger Bodenversiegelung und dadurch weniger Ressourcenverbrauch.

Die eingetragene Genossenschaft „CoWorkSpace“ agiert hierbei als Beratungsorganisation, derartige Einrichtungen Vorort aufzubauen. Gleichzeitig werden durch Interviews Analysen erstellt, die die unterschiedlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten eruieren. Ziel ist es, hierbei möglichst flächendeckend solche Arbeits- und Zusammenarbeitsorte aufzubauen und zu fördern.
Gerade auf dem Land sind die Möglichkeiten vielseitig. So könnten solche CoWorkSpaces quasi als Außenbüro oder als gemeinsame Anlaufstelle für Zusammenarbeit genutzt werden. Es können hier auch neue Verbindungen geknüpft oder Wissen ausgetauscht werden. Der Möglichkeiten gibt es viele, dabei kann durch eine solche Arbeitsweise in einem „Kurzzeitbüro“ auch Geld gespart werden. Also, eine richtig sinnvolle Geschichte, die man nur mit Leben füllen muss. Dabei wäre auch eine Regionalstruktur denkbar mit einem Zentrum und mehreren kleineren Satelliten in den Dörfern. Das sorgte für mehr Beweglichkeit und eine bessere Infrastruktur und, was sicherlich wichtig und Ziel jeder Kommune sein dürfte, für weniger Landflucht der jungen Menschen. Jonas Mühleck, der das Projekt in Bodenwerder betreut, kann jedem Interessenten oder auch nur Neugierigen die Möglichkeiten und Inhalte genau erklären. Man muss nur hingehen.
Dazu gibt es auch die Möglichkeit, sich auf der Internetseite https://coworkland.de schlau zu machen oder anlässlich einer der vielen Veranstaltungen (siehe https://www.hol-aktuell.de/?Kalender ) zu informieren.