Pressebericht 
Energie- und Lebensmittelversorgung sicherstellen ohne ideologische Denkverbote!
Olaf in der Beek, klimapolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, besucht das Weserbergland
 
28.09.2022
D 37603 Holzminden
Politisches
Journalist:  Petra Grotenburg Fotograf:  Petra Grotenburg

Energie- und Lebensmittelversorgung sicherstellen ohne ideologische Denkverbote!

Olaf in der Beek, klimapolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, besucht das Weserbergland

Seitdem die Ampelkoalition in Berlin ihre Arbeit aufgenommen hat, verantwortet Olaf in der Beek die klimapolitische Arbeit der FDP-Bundestagsfraktion. Als Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie, sowie im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, beschäftigt er sich mit vielen aktuell drängenden Themen. So war es in der Beek ein Anliegen, in das Weserbergland zu kommen, um einerseits mit den Bürgern über die aktuelle Krisensituation zu sprechen und sich andererseits über die neuesten Entwicklungen bei der Solarenergieforschung im Solarinstitut in Emmerthal zu informieren. Insbesondere im Hinblick auf die Energiewende wird dieser Technologie eine Schlüsselrolle zugeschrieben. In der Beek plädiert jedoch dafür, auch die Potentiale von heimischen und grundlastfähigen Energieträgern, wie beispielsweise Biogas oder anderen nachwachsenden Rohstoffen, wie Holz zu nutzen, da diese nicht von Wind oder Sonne abhängig sind. Kurzfristig müssen laut Olaf in der Beek alle Optionen geprüft werden, um unsere Energie- und Rohstoffversorgung sicherzustellen. Der temporäre Weiterbetrieb der verbliebenen drei Kernkraftwerke bis 2024 dürfe dabei nicht aus ideologischen Gründen kategorisch ausgeschlossen werden, damit Unternehmen und Privatkunden kurzfristig preislich entlastet werden und die Energiesicherheit gewährleistet wird.

Um auch in Zukunft weniger abhängig zu sein, sollte die Förderung heimischer Rohstoffe wieder mehr in den Fokus geraten, die Gasvorkommen unter der Nordsee könnten unseren Energiebedarf für Jahrzehnte decken. Eine Erschließung dieser Vorräte sei kurzfristig möglich und würde uns unabhängiger von Energieimporten machen. „Dies sollte uns die aktuelle Krisensituation gelehrt haben. Wir stehen nun in der Pflicht, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen'', stellt in der Beek in Anbetracht der bevorstehenden Parlamentsentscheidungen fest. „Auf gar keinen Fall darf Gas weiter unnötig verstromt werden“, ist sich in der Beek sicher. „Als Bundesregierung dürfen wir in der aktuellen Krise nichts unversucht lassen - einerseits um die Stabilität der Energienetze zu sichern und andererseits um die hohen Energiepreise zu senken. Die Menschen erwarten zu Recht, dass alles unternommen wird, um die Lasten tragbar zu halten. Denn für viele geht es um nicht weniger als darum, ob der Kühlschrank am Ende des Monats leer oder voll- und die Wohnung kalt oder warm ist. Es ist nicht vermittel- und verantwortbar, wenn bei steigenden Strompreisen in der laufenden Krise das Stromangebot durch die Abschaltung sicherer Atomkraftwerke weiter verknappt werden soll und wir gleichzeitig auf den Import von Atomstrom aus dem Ausland angewiesen sind. Diese Art der Energiepolitik geht an der Lebensrealität der Bürgerinnen und Bürger vorbei!”, beklagt in der Beek. Auch müsse der „Biogasdeckel“ schnellstens aufgehoben werden, damit auch hier die maximale Energiegewinnung möglich sei.

Eine ähnliche Diskrepanz zwischen Ideologie und Lebensrealität beschreibt Hermann Grupe in der Landwirtschaft: „Trotz Krisensituation und zunehmendem weltweitem Hunger gibt es immer wieder politische Kräfte, die unsere heimische Nahrungsmittelproduktion gerne noch stärker regulieren würden, mit der Konsequenz, das Angebot zu verknappen. Der Vorschlag von EU-Kommissar Frans Timmermans für ein Pflanzenschutzmittel – Verbot in Schutzgebieten würde im Kreis Holzminden 94 Prozent der Flächen betreffen, auf denen die Erträge halbiert würden. Dadurch würden die Preise bei uns weiter nach oben getrieben, in den ärmsten Ländern der Welt würde der Hunger noch mehr zunehmen. Ein zweites Beispiel betrifft direkt die niedersächsische Landespolitik: Hier haben die Landwirte in den letzten 6 Jahren den Mineralstickstoffeinsatz um 44 Prozent gesenkt und damit fast halbiert. Die Landwirte haben in vorbildlicher Weise auf die Debatte reagiert und bestehende Probleme gelöst. Trotzdem soll es weitere Düngerestriktionen bis hin zur Mangelernährung geben. So ist zukünftig keine Bratgetreide – Erzeugung mehr möglich, obwohl wir genau das dringend brauchen. Es ist aber unsere verdammte Pflicht, in einer landwirtschaftlichen Gunstregion den uns möglichen Beitrag zu leisten, um die Menschen mit gesunden und hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen. Neue Flüchtlingswellen wären die direkte Folge einer weiteren Verknappung von Lebensmitteln in den Entwicklungsländern“, beschreibt Grupe die harte Wirklichkeit.