Pressebericht 
Ingrid Huxholl malt aus Leidenschaft
 
09.09.2007
D 27305 Bruchhausen-Vilsen
Ausstellung

"Das ist echt schade" bedauerte ein Besucher die, in einer Krankheit begründete Abwesenheit von Ingrid Huxholl, anläßlich ihrer ersten Einzelausstellung. Hierin drückte sich aus, dass nicht nur die Bilder der Malerin aus Hoya beliebt sind, sondern insbesondere auch der Mensch Ingrid Huxholl selbst. Stellvertretend begrüßte deshalb ihr Gatte zusammen mit dem Vorsitzenden des Kunstvereins ART-Projekt, Gert Schröder, die zahlreichen Kunstinteressierten und Freunde.

Schon als kleines Kind, auf dem Schoß des Großvaters, spielte Huxholl mit Bleistift, Pinsel und Farben. Kein Wunder, denn sie stammt aus der alten holländischen Malerfamilie "Lewin". Diesen Bezug hat sie zeitlebens nie vergessen und signiert deshalb heute noch mit "IL". Doch das Leben gestattete ihr nicht, ihr ganzes Leben der Kunst zu widmen. Wie der Lebenslauf für viele Frauen, führte auch sie die Notwendigkeit zunächst in die Berufswelt als "Schauwerbegestalterin" und anschließend in den Fulltimejob "Ehefrau und Mutter". Dennoch verlor sie ihre verwurzelte Leidenschaft zur Malerei nie. Immer wieder griff sie zur Palette. Nun, da die Kinder erwachsen und der Ehegatte zur häuslichen Mitverwaltung erzogen sind, findet sie wieder mehr Zeit, ihrer Passion zu fröhnen. Die Begegnung mit der russischen Malerin Nadya Hauswald entfachte ihr Feuer heftig und zusammen mit ihr wuchs der Verbrauch an Papier und Leinwand rapide.

Wissbegierig saugt sie alles in sich ein und experimentiert in verschiedenen Stilrichtungen, Themen und Materialien. Das Ergebnis ist, wie der Titel der Ausstellung auch aussagt "Facettenreich". Trotz dieses Sammelns an Erfahrungen zeichnen sich ganz persönliche Qualitäten und Talente deutlich ab. Eine besonders enge Beziehung drückt sich in der beeindruckenden Feinheit und Vielfalt von hellen Farben ab. Diese typisch weibliche Farbsensibilität liegt sicherlich auch in ihrer persönlichen Zartheit und Feinfühligkeit begründet. Hierzu gesellt sich eine darstellischer Unbekümmertheit, welche Huxholl eindrucksoll mit der feinen Spachtel und einer inneren und technischen Leichtigkeit gefühlvoll auf die Leinwand bannt. Dies kann besonders auf dem Bild "Seebrücke" beobachtet werden, welches den Betrachter durch eine freundliche Leichtigkeit anspricht.

Die Ausstellung ist noch bis zum 09. November in der Klostermühle Heiligenberg zu bewundern.