Pressebericht 
Leerstand mit hochkarätiger Kunst gefüllt
 
03.09.2014
D 37619 Bodenwerder
Ausstellung

Leerstand mit hochkarätiger Kunst gefüllt

Heinrich Richter

Seit dieser Woche sind die Schaufenster des Leerstandes von ehemals Mode-Vogt in der Königstraße mit einer hochwertigen Ausstellung des 2007 verstorbenen Künstlers Heinrich Richter gefüllt.
Der in Polen geborene Maler Richter verlor im Krieg seinen rechten Arm und musste sich so gezwungener Maßen körperlich umstellen. Nach dem Krieg studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Berlin und schloss als Meisterschüler ab. Seine künstlerischen Wege führten ihn nach Spanien, Frankreich, New York und die Schweiz, wo er jeweils einige Jahre zubrachte.
Mit seiner Illustration des Buches "Die Blechtrommel" von Günther Grass schaffte er den großen internationalen Durchbruch. Sein großes Talent wurde jedoch schon vorher von dem weltweit agierenden Sammler Theodor Ahrenberg erkannt. Der schwedische Kunstmäzen lud Richter für einen langen Aufenthalt in sein schweizer Domizil ein. Hier traf er auf weltberühmte Künstler, wie Christo, Tinguely, Niki de Saint Phalle, Kienholz, Kantor, Oppenheim, Longo, Soto, Francis - Matisse, Picasso, Chagall, Le Corbusier und viele, viele andere mehr. Richter fand sehr großen Anklang bei seinen Kollegen, und seine Werke wanderten in die ganze Welt.
Anfang der 90er Jahre zog es ihn wieder nach Berlin zurück, wo er vor allem mit Ben Wargin viele Ausstellungen und Aktivitäten inszenierte.

Seine malerischen Werke wie "Les neuf muses" - "die Mädchen von Chexbres" gelten heute noch als Paradebeispiele der künstlerischen Nachkriegsepoche deutscher Kunst.
Der norddeutsche Kunstverein ART-Projekt e.V., dessen Vorsitzender Andreas Achberger aus Bodenwerder ist, organisierte diese kleine Ausstellung und konnte mit dem Sohn des Malers einen außerordentlichen Preisrahmen für diese Ausstellung vereinbaren. Der Bildhauer Udo Richter, in dessen Besitz sich das Gros des Kunsterbes befindet, stellte sowohl Originalzeichnungen, -Aquarelle, Lithographien und eine Replik als Exponate zur Verfügung.
Ein Besuch dieser Ausstellung lohnt sich immer… und wer noch mehr über Heinrich Richter wissen will, kann sich unter www.heinrich-richter.de im Internet schlau machen.